Geschichte
Der Gedanke, eine Musikkapelle in Bodensdorf zu gründen, kam Franz Schurz und Thomas Gutschier am Ossiacher Kirchtag im Jahre 1948. Sie wussten von einigen Bodensdorfern, die musizierten und luden diese zu einer Aussprache ein. Diese waren von der Idee einer dorfeigenen Kapelle begeistert. In der Nachkriegszeit fehlte es den Gründungsmitgliedern jedoch an finanziellen Mitteln, um alle Musiker mit neuen Instrumenten auszustatten. Aus diesem Grund sammelten die Gründer bei der Bodensdorfer Bevölkerung, die sich aber nicht sehr spendabel zeigte, da niemand daran glaubte, dass dieser Verein lange bestehen wurde. Durch Zufall erfuhren die Musiker, dass die Nachbargemeinde Treffen über gut erhaltene Instrumente verfügte und so machten sich zwei der Grünungsmitglieder zu Fuß auf den Weg nach Treffen, um schließlich vier Instrumente mit nach Hause zu bringen.
1949 war es endlich so weit. In der Malerwerkstatt des Obmannes Peter Bergmann begann der neu gegründete 13-köpfige Musikverein mit seiner Probenarbeit. Nach den ersten Auftritten in Bodensdorf kamen auch andere Gemeinden auf die Musikkapelle zu, um sie für diverse Auftritte zu engagieren. Mit dem erspielten Geld konnten Trachten für die Mitglieder angeschafft werden. 1954 konnte der Verein Stefan Gerdej, den Villacher Komponisten und Liederschöpfer als Kapellmeister für sich gewinnen. Durch ständige Aus- und Weiterbildung der Musiker wuchs die Zahl der Mitglieder auf 30 an. Nach 20 Jahren legte Gerdej sein Amt zurück und einer der Musiker, Franz Lauritsch, zeigte sich bereit, einen Kapellmeisterlehrgang zu absolvieren. Er leitete den Verein von 1978 bis 1985. Für den neuen Kapellmeister war dies jedoch eine schwere Zeit, da die Zahl der aktiven Musiker auf 18 sank. Davon ließ sich jedoch niemand unterkriegen und durch gezielte Jugendarbeit konnten bald etliche Jungmusiker in den Verein aufgenommen werden. 1985 übernahm Peter Reimann die musikalische Leitung, dessen Initiative der Verein die Einführung der Frühlings- und Kirchenkonzerte verdankt.
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